Historische Romane

Anlässlich 500 Jahre Reformation 1517 – 2017

Ketzerhaus, Mitteldeutscher Verlag, März 2017

9783954627851_w

ET: März 2017, 576 S.
ISBN 978-3-95462-785-1

 

 

Ein fesselnder Roman zum Reformationsjubiläum
November 1517. Luthers 95 Thesen gelangen durch aufrührerische Studenten in die hochfromme Stadt Görlitz an der Neiße. Elsa, eine Magd, und Andres, Brauereisohn und Hoffnungsträger einer großen theologischen Laufbahn als Priester, ahnen nicht, dass ihrer beider Schicksal miteinander verknüpft ist. Während Elsa das Leben an der Seite von Gunnar, Andres’ Stiefbruder, vorbestimmt ist, verliert Andres den Glauben an die römisch-katholische Kirche und an seine Gelübde. Seine Proteste sollen ihm zum Verhängnis werden. Die verbotene neue christliche Religion und das Leben unter dem Dach des »Ketzerhauses« verbinden ihn und Elsa unzertrennlich. In den Wirren des Glaubenskonfliktes, in Zeiten der Pest und Inquisition und als Anhänger reformatorischen Gedankenguts feiern sie die erste lutherische Hochzeit in Görlitz, und es wird ihnen möglich, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Phantasievoll, spannend und kenntnisreich erzählt die Autorin von den bewegten Zeiten der Reformation, in denen Andres als Wittenberger Student Martin Luther und dessen Umfeld begegnet, und rückt zugleich die Frauen, die zum Gelingen einer neuen Ordnung wesentlich beitrugen, ins Blickfeld.

Reformation in Görlitz: Infos, Lektüre und Wissen, was geschah

 

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Platz 1 in der Lovelybooks-Kategorie

Neuerscheinungen: Die schönsten Historischen Romane 2013

Als gebildete Tochter eines Damasthändlers unterstützt Luisa ihren Vater in seinem Geschäft. Doch die Zeiten sind schlecht: Mit dem einst florierenden Weber-Gewerbe geht es bergab, seit Damast und Leinen maschinell hergestellt werden können. Das merkt auch Caspar, der Sohn eines angesehenen Damastwebers mit schicksalhafter Vergangenheit, in den Luisa sich verliebt. Um Webermeister zu werden, muss Caspar heiraten, doch Luisa ist nicht die passende Partie für einen armen Weber. Als Luisas Vater Caspars Bruder Clemens, einem arrivierten Offizier, die Hand seiner Tochter verspricht, kommt es zu einem Eklat – und Luisas und Caspars Glück scheint für immer in weite Ferne zu rücken …

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  Platz 4 in der Lovelybooks-Kategorie der

Bücher mit zähem Einstieg und grandiosem Ende

Mitte des 12.Jh. Fjäder, die Tochter eines Fischers vom Oberuckersee, und Erik, der Sohn des hiesigen Töpfers, wachsen gemeinsam auf und können sich ein Leben ohne den anderen nicht vorstellen. Doch die Idylle im Land in den Sümpfen, dem nordöstlichsten Winkel des Heiligen Römischen Reichs, ist trügerisch, denn der machthungrige Markgraf Albrecht von Askanien will in einem blutigen Kreuzzug die Wenden zu Christen bekehren. Fjäder und Erik werden auseinander gerissen und für beide beginnt eine jahrelange Irrfahrt. Die Kultur der ehemals zwischen Elbe und Oder siedelnden Stämme wurde fast vollständig zerstört. Museen wie das Ukranenland in Torgelow bemühen sich, das Leben der Slawen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Um diese Arbeit zu unterstützen, wird ein Teil des Erlöses vom Buchverkauf an das Ukranenland gespendet.

 

Coverfoto Teufelsfarbe

Teufelsfarbe, 2008 Dryas

— Im Handel vergriffen — verfügbar bei der Autorin

„Die Teufelsfarbe“ wurde im 16.Jh. das aus der Waidpflanze gewonnene Blau genannt. Es solle Stoffe zerfressen und Unglück bringen, so der landläufige Aberglaube, wie ihn auch Johann Krünitz in seiner Oeconomischen Encyclopädie von 1773 festhält.

Doch ausgerechnet diese Pflanze will der Bauer Christopf anbauen und reich will er damit werden, die Farbe ist gefragt. Zu spät erkennt er, dass seinem Vorhaben Steine in den Weg gelegt werden …

Christophs Geschichte wurde inspiriert von einer wahren Begebenheit, die sich am 25. April 1510 in Horka zugetragen hat.

Im Anhang finden sich eine Auswahl der damals gebräuchlichen und im Roman erwähnten Heilkräuter sowie ein Glossar.

Kommentar von Maiher via Lovelybooks.de von vor 4 Jahren mit freundlicher Genehmigung:

Christoph und Margarete verbindet eine Art Hassliebe, die beeindruckt und an unsere eigene Gegenwart erinnern mag. Nicht die Gegenwartsprobleme der Autorin scheinen sich hier wieder zu finden, sondern die Menschheitsprobleme der Vergangenheit nimmt die Autorin zum Anlass einer Bestandsaufnahme des frühen 16.Jh. wie man sie selten findet.
Christoph und Margerete beschreiten einen steinigen Weg auf der Reise hin zu ihrem kleinen Glück, setzen sich gegen die Kirche und gegen die Gutsherrschaft durch und müssen einen hohen Preis zahlen.
Der Stil Ivonne Hübners ist bildreich und verführerisch, trägt die Stimmung der handelnden Personen im Satz mit und macht den Debutroman zu einem wirklichen Erlebnis.
Makel mögen im Korrektorat zu finden sein, das wirklich überholt werden muss. Auch ist die Schrift klein, was dem gesunden Auge kein Ballast sein muss, dem älteren Publikum ein bisschen abschreckend vorkommen könnte.
Cover und Klappentexte sind sehr gut gewählt und stechen aus der Fülle der historischen Romane wirklich heraus.

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